09.04.2017

von akz-o B° RB

Weniger Kalorien?

"Zuckerreduziert" heißt nicht "weniger Kalorien" – Fokussierung auf Zucker lenkt vom Problem Bewegungsmangel ab

Grafik: Wirtschaftliche Vereinigung Zucker

Rund zwei Drittel der deutschen Verbraucher (66 Prozent) glauben, dass Produkte, die weniger Zucker enthalten, kalorienärmer sind als Produkte mit vollem Zuckergehalt. Dies ergab eine repräsentative Umfrage bei über 2.000 Verbrauchern, durchgeführt vom renommierten Marktforschungsinstitut Innofact. Doch gerade in festen Lebensmitteln wird Zucker häufig durch andere Zutaten ersetzt, die ebenfalls Kalorien liefern. Weniger Zucker heißt deshalb längst nicht automatisch weniger Kalorien. 52 Prozent der Befragten, die zuckerreduzierte oder zuckerfreie Produkte kaufen, sind sogar der Meinung, dass sie von Lebensmitteln mit weniger Zucker guten Gewissens mehr essen können, ohne zuzunehmen. Bei Kalorien und Energiebilanz kennt sich dagegen nur eine Minderheit der befragten Verbraucher aus.

Unterschied zwischen Kalorienaufnahme und Kalorienverbrauch

Die Umfrage führt uns vor Augen, wie Verbraucher durch den Fokus auf eine einzelne Zutat in die Irre geführt werden“, erklärt Günter Tissen, Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker e.V. „Wir müssen ein Bewusstsein dafür schaffen, dass nicht einzelne Zutaten für das Körpergewicht entscheidend sind, sondern die Energiebilanz zählt.“ Das ist der Unterschied zwischen der Kalorienaufnahme durch Lebensmittel und dem Kalorienverbrauch zum Beispiel durch Bewegung. Wer über einen längeren Zeitraum mehr Kalorien zu sich nimmt als er verbraucht, legt an Körpergewicht zu. Das ist vielen Menschen nicht bewusst, wie die Umfrage bestätigt.

Persönlichen Energiebedarf ermitteln

Mehr als die Hälfte der Befragten (58 Prozent) achten nicht auf den Kaloriengehalt von Lebensmitteln. Außerdem wissen knapp zwei Drittel (60 Prozent) nicht, wie hoch ihr persönlicher Energiebedarf ist. „Genau hier setzen wir mit unserem Info-Kit an“, so Tissen. Das Info-Kit „Energiebilanz“ der Initiative „Schmeckt Richtig!“ soll Verbraucher für ihre individuelle Energiebilanz sensibilisieren. Es besteht aus drei Teilen: Ein Ratgeber gibt Tipps für eine ausgeglichene Energiebilanz. Eine Drehscheibe verdeutlicht den Zusammenhang von Ernährung und Bewegung. Mit dem Online-Rechner auf der Website www.schmecktrichtig.de/energiebedarfsrechner können Verbraucher außerdem ihren persönlichen Energiebedarf ermitteln.

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